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25.08.2026
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Eine HCAP SA im Wandel blickt zuversichtlich in die Zukunft Ambrì

Heute fand die ordentliche Generalversammlung der HCAP SA statt. Das schwierige vergangene Jahr auf und neben dem Eis hat Spuren in der Jahresrechnung hinterlassen, die erneut mit einem Verlust abschliesst. Zufriedenheit und Optimismus herrschen hingegen mit Blick auf eine Zukunft, die von wichtigen Veränderungen geprägt sein wird: Beat Musch zieht als Vertreter der Deutschschweizer Gemeinschaft in den Verwaltungsrat ein, während der neue CEO Ivan Fanconi am kommenden 1. Oktober sein Amt antreten wird. Die Aktionäre wurden zudem über die Erteilung der Spielberechtigung für die kommende National-League-Saison informiert – trotz eines «roten Punkts».

Präsident Davide Mottis zog nach etwas mehr als sechs Monaten Tätigkeit des neuen Verwaltungsrats (VR) eine erste Bilanz. Das schwierige Jahr auf und neben dem Eis hat auch in der Jahresrechnung Spuren hinterlassen. Die operative Rechnung der HCAP SA für die Saison 2025/2026 schliesst mit einem Verlust von CHF 392'809 ab, gegenüber einem Verlust von CHF 94'796 in der Saison 2024/2025. Ausschlaggebend für das negative Ergebnis war insbesondere der deutliche Rückgang der Spendeneinnahmen um mehr als CHF 700'000, der sich auf das Ergebnis des Nachwuchsbereichs ausgewirkt hat. Dieser Rückgang ist auf eine Neuausrichtung der Unterstützer zurückzuführen, die ihre Mittel verstärkt in die in der vergangenen Saison durchgeführten Kapitalerhöhungen investierten. Dadurch konnte das Eigenkapital um CHF 2.22 Mio. gestärkt werden.

An der Generalversammlung wurde zudem zu Informationszwecken die konsolidierte Rechnung der HCAP-Gruppe vorgestellt, welche die von der HCAP SA gehaltenen Beteiligungen, darunter die Valascia Immobiliare SA, umfasst. Die Gruppe erzielt ein operatives EBITDA von CHF 798'539. Nach Abzug der Finanzaufwendungen für Abschreibungen und Zinsen, der Steuern sowie der ausserordentlichen Ergebnisse resultiert ein Verlust von CHF 848'093.

Eine überzeugende Unternehmensstrategie … und ein Neustart mit «rotem Punkt»

Neben einem umfassenden Überblick über die erarbeitete Unternehmensstrategie, die durch zahlreiche Umsetzungsmassnahmen in den verschiedenen Tätigkeitsbereichen der HCAP SA und ihrer Beteiligungen unterstützt wird, informierte der «neue» Verwaltungsrat die Aktionäre über einen intensiven Dialog, der in den vergangenen Monaten mit einer Gruppe von Gläubigern geführt wurde. Dazu gehörten verschiedene Privatpersonen sowie Vertreter der Banken, die gegenüber der Valascia Immobiliare SA Forderungen haben. Dieser Dialog konnte in den vergangenen Tagen zur Zufriedenheit aller Beteiligten abgeschlossen werden und ermöglicht es der HCAP-Gruppe, mit neuem Vertrauen in die Zukunft zu blicken – auch hinsichtlich ihrer Fähigkeit, den eingegangenen Verpflichtungen gegenüber den Gläubigern nachzukommen.

Obwohl die kurzfristigen Herausforderungen weiterhin besonders anspruchsvoll sind – insbesondere angesichts des «roten Punkts» und der damit verbundenen Auflagen, die mit der Erteilung der Spielberechtigung für die National League einhergingen –, betonte der Präsident, dass sich dank der Unterstützung der Aktionäre und Gläubiger im Hinblick auf das 90-jährige Bestehen der Leventiner Institution die Chancen konkretisieren, die HCAP mittel- bis langfristig als modernes und finanziell nachhaltiges Sportunternehmen zu etablieren.

Beat Musch im Verwaltungsrat und weitere Veränderungen – Patrick Albisetti wird neuer Vizepräsident

Der Präsident unterstrich den in den vergangenen Monaten wiederhergestellten ausgezeichneten Dialog mit der Urner Gemeinschaft und ganz allgemein mit der Deutschschweiz. Durch den offenen Austausch, insbesondere mit dem Donatoren Club, konnten verschiedene Profile identifiziert werden, um den Verwaltungsrat – wie von Mottis anlässlich der Generalversammlung im Februar angekündigt – um einen Vertreter aus der Deutschschweiz zu ergänzen.

Nach Abschluss eines Auswahlverfahrens fiel die Wahl auf Beat Musch, der vor 30 Jahren den Donatoren Club gegründet hat und heute dessen Ehrenpräsident ist. Musch ist zudem Mitglied des «100 Plus Club Gotthard Nord», ehemaliger Präsident des Fanclubs Uri und seit rund 40 Jahren in verschiedenen Funktionen für die HCAP tätig. Musch wurde, wie die übrigen Verwaltungsratsmitglieder, von den anwesenden Aktionären einstimmig gewählt. Der Verwaltungsrat freut sich, Beat Musch willkommen zu heissen und die Verbindung zur Deutschschweizer Gemeinschaft weiter zu stärken.

Der neue Verwaltungsrat besteht nun aus sieben Mitgliedern. Während der Generalversammlung wurden die Aktionäre darüber informiert, dass die Verwaltungsratsmitglieder Massimo Frigerio und Reto Sormani beabsichtigen, das Gremium im Laufe der kommenden Monate zu verlassen. Der amtierende Vizepräsident Frigerio und Verwaltungsratsmitglied Reto Sormani gehören dem Verwaltungsrat seit mehr als 15 Jahren an und stehen dem aktuellen Gremium weiterhin für den Abschluss einiger von ihnen angestossener Dossiers zur Verfügung. Der Verwaltungsrat wird den beiden Kollegen zu gegebener Zeit für ihren langjährigen Einsatz im Dienste der Biancoblù danken. In der Zwischenzeit ist vorgesehen, Patrick Albisetti in Kürze zum Vizepräsidenten der HCAP SA zu ernennen.

Neue Organisation: Dank und Willkommensgrüsse

Die Generalversammlung bot zudem Gelegenheit, den Mitarbeitenden zu danken, die das Unternehmen in den kommenden Monaten verlassen werden. Der Verwaltungsrat sprach dem scheidenden CEO Andreas Fischer seinen Dank aus, der von den Anwesenden mit Applaus verabschiedet wurde. CFO Gianni Gnesa bedankte sich seinerseits nach der Präsentation der Jahresrechnung bei seinem Team und verabschiedete sich von den Anwesenden.

Seine Funktion wird, wie bereits im Juni kommuniziert, schrittweise wieder von Kevin Brenna übernommen, der in den vergangenen Jahren von der Erfahrung und Führung von Gnesa profitieren konnte. Der Präsident dankte dem amtierenden CFO dafür, dass er das Unternehmen in einer besonders schwierigen Phase umsichtig durch die Krise geführt hat.

Nicht zuletzt wurden die Aktionäre darüber informiert, dass Francesco Parisi, CMO, den Club im Laufe der kommenden Monate verlassen wird, um sich einer neuen beruflichen und unternehmerischen Herausforderung zu widmen. Unter seiner Leitung konnte die Abteilung die Sponsoreneinnahmen steigern. In den kommenden Wochen wird der Club die Suche nach einem Nachfolger aufnehmen.

An der Generalversammlung nahm zudem der designierte CEO Ivan Fanconi teil, derzeit CFO und COO des HC Davos. Er begrüsste die Anwesenden und zeigte sich erfreut darüber, ab dem 1. Oktober Teil der Biancoblù-Gemeinschaft zu werden.

«Ich freue mich darauf, beim Ambrì durch die Sanierung und Stärkung des Unternehmens einen Beitrag zu leisten. Die Strategie des Clubs hat mich überzeugt und ich bin bereit, 100 Prozent zu geben», erklärte der neue CEO.

Kapitalerhöhung

Im Anschluss an den Beschluss der ausserordentlichen Generalversammlung vom 8. Februar 2026, die Statuten dahingehend anzupassen, dass eine Aktienkapitalerhöhung – auch in mehreren Etappen – möglich ist, um der neuen Führung die Schaffung einer soliden finanziellen und kapitalmässigen Grundlage für die Restrukturierung des Unternehmens und die Erreichung finanzieller Stabilität zu ermöglichen, wurde am 31. März 2026 eine erste Kapitalerhöhung im Nominalwert von CHF 310'087.50 durchgeführt. Das Aktienkapital erhöhte sich damit von CHF 5'602'675.– auf CHF 5'912'762.50 (bei einem gesamten Ausgabepreis von CHF 930'262.50).

Unter Berücksichtigung der anlässlich der heutigen ordentlichen Generalversammlung dargelegten Massnahmen zur finanziellen Restrukturierung, des vorgesehenen Konsolidierungsplans und der inzwischen bereits eingegangenen Zeichnungszusagen beabsichtigt der Verwaltungsrat, den Prozess der Restrukturierung und Konsolidierung fortzusetzen und insbesondere die angekündigten und geplanten weiteren Phasen der Kapitalerhöhung umzusetzen.

Die bestehenden Aktionäre sind in jedem Fall berechtigt, ihr Bezugsrecht im Verhältnis zu den von ihnen gehaltenen Aktien auszuüben, und zwar für maximal 50 % der von ihnen gehaltenen Aktien in den drei Kategorien.

Neue Aktionäre und Investoren können sich bis zum 15. Oktober 2026 unter folgenden Bedingungen an der Kapitalerhöhung beteiligen, vorbehaltlich des gesetzlich vorgesehenen vorrangigen Bezugsrechts der bestehenden Aktionäre:

Namenaktien der Kategorie B mit einem Nennwert von CHF 12.50, ausgegeben zum Preis von CHF 37.50 pro Aktie (Agio von 200 %). Diese Aktien werden allen Interessierten zur Zeichnung angeboten, wobei die bestehenden Aktionäre im Rahmen ihres gesetzlich garantierten Bezugsrechts Vorrang haben. Die Zeichnung ist Investoren vorbehalten, die einen Mindestbetrag von CHF 20'025.– investieren, entsprechend mindestens 534 Aktien. 

Namenaktien mit einem Nennwert von CHF 25.–, ausgegeben zum Preis von CHF 75.– pro Aktie (Agio von 200 %). Diese Aktien werden allen Interessierten zur Zeichnung angeboten, wobei die bestehenden Aktionäre im Rahmen ihres gesetzlich garantierten Bezugsrechts Vorrang haben.

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